Stevia


Über Stevia

Allgemeines

Stevia ist ein komplett natürlicher Zuckerersatz, der in Südamerika seit Jahrhunderten verwendet wird. Vor kurzer Zeit wurden Stevia Extrakte mit hohem Reinheitsgrad in der Europäischen Union, USA und Australien als Nahrungsmittelzusatz zugelassen.

Es wurden mehr als 200 wissenschaftliche Studien durchgeführt, die die Sicherheit der Steviolglykoside belegen. In Japan ist es bereits seit mehr als 30 Jahren auf dem Markt und eines der führenden Süßungsmittel überhaupt, mit einem Marktanteil von ca. 40%. Die Pflanze wird schon lange von den Ureinwohnern Südamerikas für verschiedensten Zwecke verwendet.


Inhaltsstoffe der Steviapflanze


Die wichtigsten Inhaltsstoffe der Steviapflanze sind die Steviolglykoside, die zwischen 250 bis 400 mal süßer sind als Zucker. Zudem haben diesen den großen Vorzug kalorienfrei zu sein. Da die Glykoside zudem komplett wasserlöslich sind, ist die Gewinnung aus den Blättern leicht und natürlich durchzuführen. Die wichtigsten Glykoside sind Steviosid und Rebaudiosid A, beide sind hitzeresistent bis zu 200°C. Diese beiden Inhaltsstoffe sind für die Herstellung von Steviaprodukten von entscheidender Bedeutung.

Getrocknete Steviablätter sind 15 bis 30 mal süßer als Zucker. Steviolglykoside sind für den süßen Geschmack der Steviablätter verantwortlich. Die beiden oben genannten Glykoside, die die Süße im wesentlichen ausmachen, haben jeweils eigene, einzigartige Eigenschaften.

Steviosid ist etwas hitzeresistener als Rebaudiosid, jedoch besitzt es einen bitteren Nachgeschmack. Rebaudiosid A bzw. REB-A ist süßer und besitzt keinen Nachgeschmack. Zudem sind in geringeren Menge weitere Glykoside in Steviaerzeugnissen vorhanden: Rebaudiosid  C (R-C), Dulcosid  A, Rubusosid , Steviolbiosid und Rebaudiosid  B (R-B).

Rebaudiosid C trägt ebenfalls zum bitteren Nachgeschmack bei und daher sollte man Steviaextrakte mit über 90% REB-A bevorzugen.

Stevia ist unter allen Süßungsmitteln einzigartig und stellt eine gesunde Alternative zu Zucker dar. Dieser komplett natürliche Zuckerersatz verstärkt die Süße von Nahrungsmitteln und Getränken ohne zusätzliche Kalorien. Obwohl Stevia bereits in vielen Ländern seit Jahren erhältlich ist, steigt seine Beliebtheit aufgrund der Nachfrage nach natürlichen Produkte stetig an.

_________________________________________________

Die Pflanze

Die Pflanze, aus der Steviaextrakte gewonnen werden, ist die Stevia Rebaudiana Bertoni, beheimatet in Südamerika. Sie wird vornehmlich im Amambaygebirge im Nordosten Paraguays und Südbrasilien angetroffen. Diese blättrige Grünpflanze wird seit mehreren Jahrhunderten als Süßungsmittel und für andere Zwecke verwendet. Als Mitglied der Chrysanthemenfamilie ist Sie auch unter einigen anderen Bezeichnungen bekannt, wie z.B. Yerba Dulce, Erva Doce, Honigblatt, Süßblatt, Ka'a He'e, Zuca-Ka'a und Ka'a-yupe.


Stevia: Süßer als Zucker

Ein Mitglied der Stevia Gattung, die ca. 240 Arten beinhaltet, ist Stevia Rebaudiana Bertoni die einzige Pflanze die zum Anbau des uns bekannten Stevia verwendet werden kann. Es sind die Blätter, die die süßen Komponenten beinhalten. Es sind hauptsächlich zwei Bestandteile, Steviosid und Rebaudiosid A (Reb A), beide mehr als 200 mal süßer als Zucker, die extrahiert und unter den Namen Stevia, Steviosid, usw. vermarktet werden.

Historisch wird Stevia bereits seit Jahrhunderten verwendet. Die Spanier entdeckten im 18. Jahrhundert, dass die Eingeborenen in Paraguay die Ihnen als Ka'a He'e bekannte Pflanze als Süßungsmittel, Snack und als Medizin verwendeten. Auch die Bewohner der Nachbarländer nutzten den natürlichen Süßstoff. Im späten 19. Jahrhundert verzeichnete Moises Bertoni den Einsatz von Stevia in einer Studie über paraguayanische Pflanzen. So wurde ab 1908 die Pflanze aktiv kultiviert, je mehr sich die Nachricht über seine Nutzbarkeit verteilte.


Internationale Entwicklung rund um Stevia

Im Jahr 1931 konnten französische Chemiker erstmals Steviosid und Rebaudiosid aus den Steviablättern extrahieren. Dies bereitete den Weg für das Wachstum und die Verbreitung von Stevia. In den frühen 70er Jahren wurde die Pflanze in Folge dessen aktiv in Japan kultiviert. Dieses Land ist heute der größte Steviaverbraucher mit einem Jahresbedarf von 50 Tonnen. Etwa 40% des Süßungsmittelmarktes ist in Japan in der Hand von Stevia.

Die Pflanze Stevia wird heutzutage in verschiedenen Regionen aktiv angebaut, inklusive Asien, Indien, Nordamerika, Südamerika und Europa. Der Wildwuchs ist nur in seinem Heimatgebiet in Paraguay und Brasilien vorzufinden. Der Anbau der Pflanze, bedarf viel Sonnenschein, Niederschlag und eine große Menge an manueller Pflege. Die Pflanze ist nicht frostfest und daher bedarf es großer Sorgsamkeit, wenn man den Anbau in Gebieten, die Frostphasen haben, durchführen möchte.


Anbau und Ernte der Pflanze

Die Ernte der Steviapflanze beinhaltet das Abschneiden der Stiele auf eine Höhe von 5 cm oder 2 inch vom Boden. Dies kann etwa 3 bis 4 mal im Jahr durchgeführt werden, daher ist Stevia eine sehr produktive Pflanze. Nach der Ernte werden die Blätter gereinigt und in der Sonne oder durch Warmluftgebläse getrocknet, bevor Sie verarbeitet werden, um die wichtigen Bestandteile der Pflanze zu extrahieren. Frische Steviablätter können auch als Tee oder flüssiges Süßungsmittel gekocht werden.


 ________________________________________________

 
Fakten



Hier einige Fakten zur Verwendung von Stevia:


  • 100% natürlich
  • Kalorienfrei
  • Geeignet für Diabetiker
  • Kohlenhydratfrei
  • Keinen glykämischen Index
  • Schmeckt ähnlich wie Zucker

___________________________________________________________


Weiteres zur Süße und Zusammensetzung von Stevia:


  • Wird seit Jahrhunderten in Asien und Südamerika verwendet
  • In reinster Form, etwa 200 bis 450 mal süßer als Zucker. Kann bei übermäßigen Gebrauch einen bitteren Nachgeschmack erzeugen
  • Wird aus Blättern der Steviapflanze gewonnen
  • Leicht wasserlöslich
  • Hitzebeständig, bis zu 196-198°C.
  • Bedenkenlos verwendbar
  • Es fermentiert nicht, ideal für viele Nahrungsmittel die nicht durch Hitze sterilisiert werden können. Stevia bräunt bei Erhitzung nicht wie andere Stoffe, sodass die helle Farbe der Nahrungsmittel erhalten bleibt.
  • Es ist bei verschiedenen pH-Werten stabil, zwischen 3-9.
  • Stevia ist ein gesunder Ersatz für Zucker, sowie im insbesonderen für jegliche künstliche Süßstoffe.

___________________________________________________________________


Während Stevia ideal für den Hausgebrauch ist, ist es auch sehr interessant für industrielle Einsatzbereiche:


  • Es besitzt antioxidative Eigenschaften, dies ist ideal zur Herrstellung von Kosmetika, sowie als Tierfutterzusatz.
  • Der Anbau von Stevia ist sehr effizient. Ein Hektar Pflanzen bringt 1.500kg bis 2.000kg getrocknete Steviablätter hervor, welche in etwa 100 bis 200kg Steviosid liefern.
  • Spart ca. 60% an Produktions-,Lager- und Transportkosten. Die Begründung: Ihre Verwendung ist ungemein effizient, aufgrund seiner Hitze- und Lichtstabilität, der Säure-/Basenstabilität und der Tatsache, dass es nicht fermentiert. Aufgrund dieser Eigenschaften, bedeutet der Steviaeinsatz eine längere Haltbarkeit, weil die Produkte dann bakteriostatisch sind und ihre Qualität weitaus länger als andere Produkte beibehalten.
  • Stevia lässt sich in vielen Bereichen einsetzen. Es ist nicht nur Nahrungsmittel- oder Getränkezusatz, sondern kann auch in Kosmetika, Zahnpasta, als Zigarettenaromastoff, als eine medizinische Zutat, in einem Süßungsmittelmix und in verschiedenen anderen Produkten eingesetzt werden.
________________________________________________



Stevia im Vergleich

Stevia ist ein völlig natürlich Zuckerersatz, im Gegensatz zu den auf den Markt erhältlichen künstlichen Süßstoffen. Er wird aus der Steviapflanze gewonnen und ist zwischen 200 bis 400 mal süßer als Zucker, zudem pH-stabil, hitzebeständig und wasserlöslich. Er enthält keine Kalorien und besitzt keinen glykämischen Index.

Zucker wird als verlässliches Lebensmittel in seinen verschiedenen Formen angesehen. Es ist ebenfalls ein natürliches Süßungsmittel (aus der Zuckerrübe gewonnen), allerdings besitzt es einen glykämischen Index von 100 und einen Kalorienwert von 12 per Teelöffel. Zucker karamelisiert und verbrennt bei einem niedrigeren Schmelzpunkt als Stevia. Zucker ist überall auf der Welt erhältlich, und spielt eine große Rolle bei Übergewicht und Diabetes, des weiteren begünstigt es Karies.

Aspartam ist ein künstliches Süßungsmittel, etwa 160 bis 220 mal süßer als Zucker. Es ist kalorienfrei und hat keine Auswirkung auf den glykämischen Index. Es ist nicht hitzestabil. Zudem ist es eine gefährliche Substanz für Menschen mit Phenylketonurie (PKU). Während es in weiten Teilen der Welt zugelassen ist, gibt es doch einige Zweifel an seiner Unbedenklichkeit.

Saccharin ist ein weiteres künstliches Süßungsmittel, etwa 200 bis 800 mal süßer als Zucker. Es ist wasserlöslich, kalorienfrei und besitzt keinen glykämischen Index. Es ist zudem zahnfreundlich, besitzt jedoch einen metallischen Nachgeschmack. Es ist z.B. in Kanada verboten, jedoch in den USA und Europa zugelassen.

Cyclamat ist ein weiteres künstliches Süßungsmittel, jedoch nur ca. 30 mal süßer als Zucker. Ähnlich wie die meisten künstlichen Süßungsmittel ist es kalorienfrei, besitzt keinen glykämischen Index und ist zahnfreundlich. Jedoch ist es in vielen Ländern, wie zB. USA und Großbritannien umstritten und nicht zugelassen.

Splenda ist auch bekannt als Sucralose und ist ebenfalls ein künstliches Süßungsmittel. Es ist ca. 500 bis 600 mal süßer als Zucker, kalorienfrei und besitzt keinen glykämischen Index. Es ist einfacher Zucker, der so verändert wurde, dass das menschliche Verdauungssystem es nicht verstoffwechseln kann. Zudem ist es zahnfreundlich. Splenda ist hitzebeständig und besitzt einen guten Geschmack. Es ist in weiten Teilen der Welt zu gelassen, jedoch kaum erforscht und seine Sicherheit relativ ungewiss.

Es gibt zudem einige Zuckeralkohole, die als Süßungsmittel eingesetzt werden. Diese sind z.B. Erythritol, Maltitol, Lactitol, Sorbitol, Mannitol und Xylitol. Ihre Süßkraft liegt zwischen 40 und 90% der Süße von Zucker. Sie besitzen keinen glykämischen Index, wenige Kalorien und sind zahnfreundlich. Die meisten Zuckeralkohole wirken jedoch abführend und verursachen Magen-Darm Beschwerden, besonders bei hoher Verzehrsmenge. Sie sind alle in Europa und den USA zugelassen. Erythritol gilt aufgrund seiner Eigenschaften und Verträglichkeit als der beste Zuckeralkohol.

Nutzen Sie diese hilfreiche Tabelle um das für Sie am besten geeignete Süßungsmittel zu wählen:

Tabelle: Stevia im Vergleich


Warenkorb

Sie haben noch keine Artikel in Ihrem Warenkorb.

Warenkorb »

LOG IN

E-Mail-Adresse:
Passwort:
Passwort vergessen?

© 2016 SteSweet. All rights reserved.